
Alkohol
Da der Organismus Alkohol als gefährliches Gift ansieht, hat der Abbau von Alkohol Priorität. Dadurch werden andere Stoffwechselprozesse in der Leber zurückgestellt.
Zunächst wird vor allem die Fettverbrennung gestoppt – ein natürlicher Schutzmechanismus. Der Körper lagert das Fett ein, wodurch das Abnehmen erschwert wird. Der Konsum von Alkohol führt außerdem zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels: Unterzuckerung, gefolgt von Heißhungerattacken können die Folge sein.
Bei der Verstoffwechselung von Alkohol steigt der Bedarf an Vitamin B1 und Folsäure, da der Körper diese Nährstoffe zum Abbau von Alkohol benötigt.
Gleichzeitig hemmt Alkohol aber die Aufnahme von Vitamin B1, da Alkoholkonsum die Darmschleimhaut schädigen und der Körper somit wichtige Nährstoffe aus dem Darm schlechter aufnehmen kann. Ein Vitamin B1-Mangel kann langfristig zu schweren neurologischen Schäden führen.
Alkoholkonsum fördert zudem die Ausscheidung von Urin, wodurch der Körper Flüssigkeit verliert. Wasserlösliche Vitamine (z.B. B1) werden somit schneller ausgeschieden. Alkoholgenuss verringert auch den Appetit. Dadurch kann eine Mangelernährung entstehen.
Bei Histaminintoleranz sollte ganz auf Alkohol verzichtet werden, denn Alkohol verhindert den Abbau von Histamin im Organismus. Es entsteht ein Überschuss an Histamin, dessen typische Symptome folgende sein können:
- Fließschnupfen
- Kopfschmerzen
- Juckreiz
- Herzklopfen
- Atemnot
- weicher Stuhl
- Blähungen
Durch erhöhten Alkoholkonsum können Hautunreinheiten in Form von Pickeln und Mitessern, manchmal sogar nässende und juckende Haut auftreten. Die Giftstoffe, die bei einer erhöhten Aufnahme von Alkohol in den Körper gelangen, können die Entgiftungsorgane wie Nieren und Leber überfordern. Da die Haut eins der größten Entgiftungsorgane ist, versucht der Organismus, Schadstoffe über diese zu entsorgen.
Alkohol enthält – wenn auch nur in relativ geringen Mengen – den natürlichen Zellbaustoff Purin, der in vielen Lebensmitteln enthalten ist, aber auch vom Körper selbst produziert wird. Zum Abbau von Purinen produziert der Körper Harnsäure, die über die Nieren ausgeschieden wird. Diese Harnsäureausscheidung wird jedoch durch Alkohol gehemmt, vor allem durch die Bildung von Milchsäure in der Leber. Die Milchsäure konkurriert in der Niere um dieselben Ausscheidungswege wie Harnsäure. Da die Niere den Abbau der Milchsäure bevorzugt, wird weniger Harnsäure ausgeschieden, was den Harnsäurespiegel im Blut erhöht und zu Gicht, Nierensteinen und Arthrose führen kann.
Besonders ungünstig ist Bier, da es neben Alkohol auch viele Purine (aus Hefe) enthält.
Obwohl Alkohol überall problemlos erhältlich ist, ist die Substanz eine Droge beziehungsweise ein direktes Zell– und Nervengift, das Nervenzellen schädigt, abtötet und die Signalübertragung im Gehirn stört.
Erhöhter und chronischer Alkoholkonsum kann zu
- Minderung der Leistungsfähigkeit
- Aggressivität
- Gewalt
- emotionalen Störungen
- Zerstörung sozialer Kontakte
- Suchtgefahr
- psychischen Störungen
- sowie Depressionen
führen.
Bei täglichem Alkoholkonsum oder öfters vorkommendem Komasaufen können chronische Krankheiten entstehen wie:
- Leberkrankheiten
- Bauchspeicheldrüsenschäden
- Herz-Kreislauf-Probleme
- Krebs
- Hirnschädigung
- Magengeschwüre
- Magen-Darm Beschwerden
- geschwächtes Immunsystem
- Mangel an Vital- und Nährstoffen
- Blutarmut
- Osteoporose
- Reduzierung der Fruchtbarkeit
- Hemmung des Muskelaufbaus
In der Schwangerschaft und in der Stillzeit darf Alkohol unter gar keinen Umständen konsumiert werden – auch nicht das „eine Gläschen“. Der Alkohol gelangt ins Blut und damit direkt über die Nabelschnur ungehindert in das Neugeborene bzw. das gestillte Kind trinkt den Alkohol über die Milch mit.
Bleibende geistige Behinderungen und psychische Auffälligkeiten sind erwiesen.
Der regelmäßige Konsum von Alkohol kann sich zu einer Alkoholsucht entwickeln. Alkohol beeinflusst das zentrale Nervensystem und sendet Botenstoffe wie das Belohnungshormon Dopamin. Dadurch wirkt Alkohol auf den Organismus beruhigend, lindert Ängste und reduziert Stress. Eine intensive Hochstimmung kann sich entwickeln, ein grenzenloses Wohlbefinden, das häufig auch zu erhöhter Risikobereitschaft führen kann. Die Folgen sind meist Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Reaktionsunfähigkeit und ein Tunnelblick.
Erhöhter Alkoholkonsum kann sich auf folgende Art äußern:
- Aggressivität
- depressive Stimmungen
- Stimmungsschwankungen
- verringertes Urteilsvermögen
Auch können sich Persönlichkeitsveränderungen und ein erhöhtes Demenzrisiko entwickeln.
