
Abwehrkräfte
Mit zunehmendem Alter werden die Abwehrkräfte unseres Körpers schwächer. Das Immunsystem produziert einfach weniger Abwehrzellen und Antikörper. Erkrankungen können so schneller entstehen, und ihr Verlauf kann unter Umständen dramatischer werden.
Deshalb sollte dem Immunsystem gesteigerte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung wird dabei immer wichtiger – ebenso wie die richtige Lebenseinstellung.
Folgende Nahrungsbestandteile gewinnen im Alter zunehmend an Bedeutung:
• Vitamin C:
Das ist einer der wichtigsten Nährstoffe für ein starkes, gesundes Immunsystem. Da der Körper es selbst nicht herstellen kann, ist es wichtig, Vitamin C mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung aufzunehmen. Es aktiviert zum Beispiel die Bildung von weißen Blutkörperchen und trägt zur Bildung der wichtigen Interferone bei (Interferone sind Proteine, die das Immunsystem stimulieren und damit das Einnisten von Viren und Bakterien verhindern oder diese sogar vernichten können).
Vitamin C aktiviert darüber hinaus die körpereigenen Killerzellen. Unser Organismus benötigt diese zur Früherkennung und Vernichtung krankheitsinfizierter Zellen, in vielen Fällen sogar auch von Krebszellen. Vitamin C und die körpereigenen Killerzellen bekämpfen gemeinsam die freien Radikalen im Körper.
Nennenswerte Lebensmittel, die Vitamin C enthalten:
Brokkoli, Grünkohl, Rote Paprika, Rosenkohl, Rotkohl, Sauerkraut, Spinat, Weißkohl,
Erdbeeren, Heidelbeeren, Kiwi, Mango, Schwarze Johannisbeere, Zitrusfrüchte;
• Zink:
Viele Körperfunktionen sind von einer ausgewogenen Zufuhr von dem Spurenelement Zink abhängig, da der Körper es selbst nicht herstellen kann. Zink unterstützt ca. 300 Enzyme bei ihrer wichtigen Arbeit, die Stoffwechselvorgänge im Körper aufrecht zu erhalten. In der Pubertät ist Zink mit verantwortlich für das Wachstum.
Es kann unsere Haut vor Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis und Haarausfall schützen. Zink unterstützt unseren Organismus auch bei der Wundheilung nach Verletzungen und Operationen.
Die entzündungshemmende Wirkung von Zink (mit seinem hohen Anteil an Antioxidantien) ist ebenfalls sehr hilfreich bei der Behandlung von Entzündungen der Magen- und der Darmschleimhaut (Crohn, Colitis ulcerosa, Gastritis, Morbus und Zöliakie).
Mit seiner antiviralen Wirkung stärkt Zink auch die Abwehrkräfte. Durch die Einnahme von Zink wird zum Beispiel die Anhaftung von Viren an den Schleimhäuten erschwert, das Immunsystem wird insgesamt gestärkt, und Erkältungen können sich kaum entwickeln.
Zink ist auch unerlässlich für unsere Geschlechtsorgane und wichtig für die Bildung von Sexualhormonen. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen unterstützt es die Funktionen der Geschlechtsorgane. Ein Mangel an Zink kann deshalb auch verantwortlich sein für Unfruchtbarkeit. Es beeinflusst sowohl Erektion als auch Libido.
Da die Prostata eine sehr hohe Zinkkonzentration hat, ist dieses Spurenelement besonders wichtig für deren gesunde Funktion.
Zinkmangel kann aber auch verantwortlich sein für Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, verminderte Konzentration, Hautprobleme, schlechte Wundheilung, Haarausfall, ein schwaches Immunsystem und Wachstumsstörungen bei Kindern.
Nennenswerte Lebensmittel, die Zink enthalten:
Emmentaler, Gouda, Haferflocken, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Mais, Paranüsse, Cashewkerne, Erdnüsse, Mandeln, Rindfleisch, verschiedene Milchprodukte, Mohnsamen, Kürbiskerne;
• Lysin
Lysin ist eine lebenswichtige Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und somit über die Nahrung aufnehmen muss. Der Stoff ist wichtig für Aufbau und Erhalt von Bindegewebe, Muskeln, Enzymen und Hormonen.
Lysin aktiviert und stärkt die körpereigene Abwehr und den Energiestoffwechsel. Bei viralen Erkrankungen wie Grippe oder Herpes kann es die Heilung fördern.
Unser Organismus benötigt Lysin zur Bildung von Enzymen, Hormonen und Antikörpern. Es unterstützt das Wachstum von gesunden Zellen, hilft bei der Reparatur von Gewebezellen, trägt zur Stabilität der Knochen bei und unterstützt die Bildung von Kollagen.
Gerade das Kollagen (wichtig für Bildung und Erhalt von Bindegewebe, Knochen und Knorpel) ist angewiesen auf Lysin, da es unsere Gefäßwände gesund und elastisch hält.
Eine ausreichende Versorgung mit Lysin unterstützt auch den Muskelaufbau.
Einen Mangel an Lysin kann man etwa an geröteten Augen, Blutarmut, Schwindel, Haarausfall oder Konzentrationsstörungen erkennen.
Nennenswerte Lebensmittel, die Lysin enthalten:
Auberginen, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kürbis, Möhren, Paprika, Porree, Rote Bete, Sellerie, Spargel, Spinat, Tomaten (besonders Dosentomaten), Wirsing, Feldsalat, Gurken, Meerrettich, Sojaprodukte, Rindfleisch, Huhn, Lachs, Makrele; Eier, Erdnüsse, Käse,
Insgesamt sind Vitamin C, Lysin und Zink drei Stoffe, die dem Organismus dabei helfen, die Abwehrkräfte zu stärken. Im Team sind sie dabei dreifach stark, da sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen.
Eine gesunde, ausgewogene Mahlzeit, die diese drei Nährstoffe enthält, ist also der beste Schutz vor Infektionen, die unseren Körper schwächen.
Hier ein paar Rezeptvorschläge:
Hier möchte ich dann zu den einzelnen Rezepten verlinken. Wie viele Rezepte sollte ich mindestens auflisten?
!!! Das ist schwer zu sagen: Fang doch mal mit fünf verschiedenen an, du kannst ja immer ergänzen oder jahreszeitlich ändern!!!
Lauwarmer Spargel Salat
Grünkohl mit Linsen
Spinat Auflauf
Sauerkraut Pie
Butter Chicken
Wok Rindfleisch mit Zuckerschoten
